Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Soziale Arbeit mit gemeindepädagogisch-diakonischer Qualifikation

 

 

 

 

Gemeindepädagogik und Diakonie

Baustein 2
der gemeindepädagogisch-diakonischen Qualifikation


Der Baustein 2 umfasst drei Bereiche, die zusätzlich zum Studium der Sozialen Arbeit zu absolvieren sind:
  1. ein studienbegleitendes Mentorenprogramm,
  2. Reflexionstage und
  3. ein eingeschobenes zusätzliches Semester, in denen
    Modul 14: „Kommunikation des Evangeliums“ (20 ECTS) und
    Modul 15: „Handeln in Organisationen von Kirche und Diakonie“ (10 ECTS)
    zu belegen sind.

Dazu folgen nun weitere Einzelheiten:

1. Studienbegleitendes Mentorenprogramm

Erläuterung und Ziele: Das studienbegleitende Mentorenprogramm hat zur Aufgabe, die Studierenden in der Ausbildung einer auf den gemeindepädagogischen/ diakonischen Dienst der Kirche/Diakonie bezogenen Berufsidentität zu unterstützen. Ziel ist es dabei eigene, berufliche Motive zu erkennen, eine bewusste und reflektierte Sprachfähigkeit in der Kommunikation des Evangeliums zu erwerben, die eigene religiöse Biografie wahrzunehmen und zu deuten, sowie eine spirituelle Kompetenz zu erwerben.

Struktur: Speziell hierin durch die EFHD/Hephata (unter Beteiligung der Landeskirchen und der diakonischen Gemeinschaft in Hephata) fortgebildete Berufsrollenträger werden durch die Studierenden der gemeindepädagogisch-diakonischen Qualifikation für persönliche Gespräche und Begleitung ausgewählt. Da eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Student/Studentin und Mentor/Mentorin aufgebaut werden soll, wird lediglich die Teilnahme bescheinigt. Durch Auswertungstage mit den Mentoren/ Mentorinnen sollen Studieninhalte und der Transfer reflektiert werden.


2. Lernfeld E Reflexionstage

Erläuterung und Ziele: Die Reflexionstage haben die Aufgabe, während des Studiums der Sozialen Arbeit eine systematische Vernetzung mit der gemeindepädagogisch-diakonischen Qualifikation herzustellen. Erworbene Kompetenzen und Wis¬sensbestände sollen darauf hin reflektiert und analysiert werden.

Struktur: Die Reflexionstag finden während der Vorlesungszeiten im Semester statt.


3. Ein eingeschobenes zusätzliches Semester

Nachdem es in den vorangegangenen sechs Semestern vor allem um die Einübung spezifischer Kompetenzen der Sozialen Arbeit ging, stehen nun gemeindepädagogische und diakonische Kompetenzen im Vordergrund, welche mit dem Titel des Moduls „Kommunikation des Evangeliums“ gleichsam als grundlegende Kompetenz beschrieben werden. Die Kommunikation des Evangeliums geschieht dabei in typischen gemeindepädagogischen und diakonischen Kommunikations- und Handlungsformen, wie etwa in Andacht, Seelsorge, Unterricht und helfendem Handeln. Sie geschieht ebenso auch implizit in der Erkundung und Analyse der Lebenswelt, im didaktischen Arrangement von Lernprozessen (Handlungs- und Erfahrungsorien¬tierung), sowie in Prozessen der Beteiligung und den Strukturen der Organisation (letzteres v. a. in Baustein 3).

Grundkenntnisse in biblischer und systematischer Theologie, in Homiletik, Liturgik und, Ritualtheorie, Religions- und Gemeindepädagogik, Religionspsychologie und –soziologie, interkonfessionellen, interreligiösen und interkulturellen Dialogs bilden dabei die Vorraussetzung zur fundierten, bewussten, pluralismusfähigen und kritisch-reflektierten Kommunikation des Evangeliums.

Auf erworbene Kompetenzen und Wissensbestände des bisherigen Studiums wird dabei zurückgegriffen und diese diakonisch und gemeindepädagogisch vernetzt. Ein wichtiges Fundament dieses Moduls ist das Mentorenprogramm, welches diese reflektierte Auseinandersetzung mit Glaube und Religion vorbereitet hat.

Weiterhin soll über Kirche als Institution und Gestaltungsraum (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Rechtsfragen in Kirche und Diakonie, Organisation und Management gemeindepädagogischer Arbeit, Kirche und Öffentlichkeit) nachgedacht werden, welche mit ihrem Handeln für soziale Gerechtigkeit und Frieden und Freiheit und Bewahrung der Schöpfung in ökumenischer Weite eintritt.

Die Studierenden lernen Theorien der Gemeindepädagogik und Diakonie (Theoriekonzepte der Gemeindepädagogik und der Diakonie, Kirche und Diakonie als lernende Organisationen) und deren Bezug zu den Handlungsfeldern und Handlungsdimensionen (Praxisreflexion und professionell begründete Handlungsformen) Sozialer Arbeit kennen.

Zur gemeindepädagogischen und diakonischen Kompetenz gehört es, die alltäglichen Prozesse, Strukturen und Ergebnisse gemeindepädagogischer und diakonischer Handlungsfelder auf allen Ebenen verantwortlich mitzugestalten. Dazu sind für Diakone und Diakoninnen, Gemeindepädagogen und -pädagoginnen methodisch reflektierte Kenntnisse von historisch gewachsenen Strukturen und Organisationen, Grundlagen und Zielen kirchlicher, diakonischer und sozialer Organisationen unabdingbar, damit sie diese Organisationen kritisch analysieren und sie konstruktiv und partizipativ auf evangelischer Grundlage weiterentwickeln können.

Weitere Informationen zu
Modul 14: „Kommunikation des Evangeliums“ (20 ECTS) und
Modul 15: „Handeln in Organisationen von Kirche und Diakonie“ (10 ECTS)
finden sich im Modulhandbuch:
Es gilt der gleiche Text wie beim Studiengang Soziale Arbeit.
Bitte klicken Sie dort auf den Menüpunkt "Modulhandbuch".
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